Auf Einladung der Liste „BILO/Grüne“ besuchte Lisa Badum, MdB, die Klimapolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, gemeinsam mit einigen Kandidat*innen zur Kommunalwahl und zahlreichen interessierten Bürgern – nachmittags am 11. Februar 2026 – die neue Heizzentrale in Hechenwang, die Teile des Ortes bereits mit erneuerbarer Nahwärme versorgt während erweiterte Anschlussmöglichkeiten noch im Aufbau sind.

Am Abend fand der Besuch seine Fortsetzung im neuen Windacher Gasthof am Schloß/Restaurant Wankerl unter dem Motto „Erneuerbare, Nahwärme und Bürgerbeteiligung“. Anhand zahlreicher Folien erläuterte Lisa die Zusammenhänge zwischen erneuerbarer Stromerzeugung und der direkten Umwandlung der gewonnenen Elektrizität in Wärmeenergie mittels Wärmepumpentechnologie. Der Clou dabei ist der massive Effizienzgewinn gegenüber direkten elektrischen Heizungen und anderen fossilen Systemen, weil aus 1 kWh Strom etwa 3 bis 4 kWh Heizwärme entstehen, was einem Wirkungsgrad von 300 bis 400 Prozent entspricht. Last but not least war natürlich auch die Frage „Was kann jeder selbst zum Gelingen der Energiewende beitragen“, Bestandteil ihres Vortrags.

Bei der anschließenden Diskussion wurde das Thema schnell auf die Aspekte der erneuerbaren Energiewende erweitert. Dabei erläuterte Sven Sautter als aktiver Gemeinderat, was Windach auf dem Weg zur klimaneutralen Gemeinde während der noch laufenden Amtsperiode bereits gelungen ist. Hier sind die Stichworte die Solaranlage an der Autobahn, die Bestückung zahlreicher kommunaler Dächer mit Photovoltaik, die laufende Umstellung der Windacher und Schöffeldinger Straßenbeleuchtung auf LED, die kommunale Wärmeplanung und anderes mehr. Abschließend gab Wilhelm Lüdeker noch einen spannenden Ausblick auf weitere Ideen zur kommunalen Nahwärmeversorgung und erläuterte Möglichkeiten, wie der kommende Gemeinderat für eine Nahwärmeversorgung in Unterwindach sorgen könnte, auch ohne dabei auf bestehende Biogasanlagen wie in Hechenwang und Oberwindach zurückgreifen zu können.
Es bleibt spannend und dem neuen Gemeinderat ist – gleich in welcher Zusammensetzung – ein gutes Händchen zum Erreichen der angestrebten Klimaneutralität zu wünschen.